Montag, 2. August 2010

Los gehts mit dem Campervan


Letzten Mittwoch war es endlich soweit und wir konnten unseren „Chubby Camper“ abholen. Die erste Nacht sind wir noch in Cairns geblieben und am Donnerstag nach einigen Startschwierigkeiten (Nutzung der Steckdosen im Campervan und Kauf eines Mini-Generators) gen Norden aufgebrochen. Da das Wetter mitgespielt hat und die Sonne fast ununterbrochen schien, konnte man die Fahrt an der Küste entlang in vollen Zügen genießen – ein Strand schöner als der andere. Halten und Fotos machen konnten wir am sogenannten „Rex Lookout“, wo gerade ein Paraglider im Begriff war zu starten, aber wieder einen Rückzug gemacht hat. Übernachtet haben wir schließlich in Port Douglas auf einem Parkplatz, der nun für vier Nächte unser Zuhause werden sollte. Wir hatten schon befürchtet, außerhalb von Hostels isoliert zu „verzweisamen“, aber auch auf Parkplätzen lassen sich Leute treffen, die ebenfalls campen. Besonders interessant war die Begegnung mit einem älteren Engländer, der mit seinem Reisebus unterwegs war, in dem er tatsächlich mit Frau und Sohn wohnt und Australien schon mehrfach umrundet hat (hat er in den USA auch schon so gemacht).

Port Douglas ist ein kleines hübsches, aber offensichtlich künstlich geschaffenes Küstenörtchen und spricht vor allem eine gutbetuchte Klientel an. Wie alle australischen Orte bisher ist es dort sehr sauber und gepflegt – und badezimmerlose Camper wie wir finden immer eine (saubere!) öffentliche Toilette und kostenlose Duschen am Strand.

Von Port Douglas sind wir mit unserem Chubby zu einem Ausflug nach Mossman und Cape Tribulation gestartet. In Mossman haben wir eine Wanderung am Mossman River entlang durch den schwülwarmen Regenwald unternommen. Der Weg war ein regelrechter Hindernisparcours, da er bergauf und bergab über Wurzeln, Bäche und eine Hängebrücke führte. Ständig musste man sich ducken, weil immer wieder was von den Bäumen fiel.

Nach Cape Tribulation gelangte man schließlich mit der Fähre (Touristenausbeute), über zig Serpentinen und vorbei an Cassowary-Warnschildern (Helmkasuare sind mannsgroße Vögel, die unter Naturschutz stehen und sehr aggressiv werden können – gesehen haben wir zum Glück keinen). Cape Tribulation selbst ist ein langer und breiter Sandstrand mit dem ältesten Regenwaldgebiet der Erde und Mangrovenbäumen direkt am Meer, wo James Cook mit seiner Endeavour gestrandet ist. Für eine Gruppe esoterisch angehauchter Menschen (Rastalocken und bunte Kleidung) war der Ort wohl so spirituell, dass sie Yogaübungen und Massenumarmungen praktiziert haben.

Auf der Rückfahrt nach Port Douglas war es schon ziemlich dunkel (um sechs wird es dunkel und irgendwie scheinen sich dann alle in ihren Häusern zu verschanzen) und wir mussten immer an unseren englischen Campingnachbarn denken, der die engen Serpentinen mit seinem Reisebus hochfahren will =)

Nachdem wir gestern den ganztägigen Sonnenschein mit einem halben Tag am Strand genutzt haben (und uns trotz Sonnenschutzfaktor 50+ den ersten Sonnenbrand geholt haben), sind wir heute morgen nach Cairns zurückggekehrt – nicht ohne vorher noch auf dem Campingplatz von einem Ranger angesprochen zu werden, wie lange wir schon dort wären (eine Nacht ;-) und dass er eigentlich Strafe kassieren müsste.

Bis bald,
H&M

PS: Danke an alle Kommentarschreiber! Schön, von Euch zu lesen =)

Rex Lookout


Port Douglas

am Ende der Welt

Mossman Gorge

Cape Tribulation

Solche Muster hinterlassen kleine Krabben im Sand.

3 Kommentare:

  1. Oooh, so schöne Bilder....*NEID*

    Eure Van sieht wirklich einladend aus....freut mich sehr, dass alles so gut klappt bei euch beiden...

    Das Auto behaltet ihr jetzt die ganze Zeit??? Und was wollt ihr euch noch so anschauen???

    Hier läuft alles soweit prima. LE steht noch aber vermisst natürlich zwei Einwohner schmerzlich:-(

    Lasst es euch gut gehen! Freue mich auf die nächsten spannenden Berichte:-)

    Liebste Grüße von Nadine

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  2. Hallo H&M,
    schicker Van, schöne Bilder und viel Neues über Australien und seiner Landschaft. Beneide Euch ein wenig. Von mir aus könnt ihr alles auf Englisch schreiben, dadurch übt ihr auch. Wenn es die anderen nicht verstehen sollten, Bilder sagen manchmal mehr als Worte. Viel Spaß noch. Ma

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  3. Ja wenn ich mir so eure tollen Impressionen anschaue, werde ich schon ein wenig neidisch!! Aber sagt mal, steht auf eurem Campervan "Stranger"? - nicht das ihr gleich auffallt dort unten ;)
    Viel Spaß beim weiteren erkunden des großen Kontinents und viel Erfolg bei der Jobsuche!!

    Grüßt mir die Koalas!!

    Seid gedrückt.

    S.

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