Die ersten Tage im Outback haben wir nun hinter uns gebracht und damit wieder eine völlig andere Seite Australiens kennengelernt. Nachdem wir Townsville verlassen haben, waren wir zwei Tage in Charters Towers (und konnten dort das ungesicherte Internet eines ahnungslosen Anwohners nutzen). Charters Towers war Ende des 19. Jh. die zweitgrößte Stadt Queenslands, was dem dortigen Goldvorkommen geschuldet war. Heute hat der Ort 8000 Einwohner und freut sich über jeden Touristen. Besonders eindrucksvoll war hier unser Aufenthalt im abendlichen Park zur Zeit des Sonnenuntergangs. Wir wollten was essen und hatten unser Campingmobiliar schon aufgestellt, als wir uns über den eigenartigen Geruch wunderten. Außer uns war irgendwie auch kein Mensch in dem Park. Als die Sonne dann unterging, wussten wir, warum: in den Bäumen um uns herum hingen bestimmt hunderte von riesigen Fledermäusen, die zu der Zeit ausgeströmt sind und überall Dreck hinterlassen haben. Wir sind dann unter die Heckklappe geflüchtet, damit wir wenigstens noch aufessen konnten. Am nächsten Tag haben wir uns dann einen anderen Picknickplatz gesucht.
Von Charters Towers aus ging es dann zwei Tage lang durch das Outback nach Mount Isa, der Rodeohauptstadt von Australien. Das Outback kann zwar an einigen Stellen so richtig langweilig sein, da teilweise kilometerlang nichts als Steppe zu sehen ist, dafür wechselt sich die Landschaft jedoch halbwegs regelmäßig ab und man fährt auch mal durch Berge oder Baumlandschaften. Leider liegen am Straßenrand sehr häufig tote Känguruhs, die nachts von den Road Trains (50m lange LKWs) aufgegabelt werden. Zwei Emus (oder Straußen, müssen das mal noch nachrecherchieren) haben wir am Straßenrand auch gesehen. Leider waren sie zu schnell weg, um ein Foto zu schießen.
Da es heißt, dass nur derjenige ein richtiger Australier ist, der in Mount Isa war, können wir jetzt also von uns behaupten, echte Australier zu sein :-) Bleiben möchte man hier allerdings nicht, hier wimmelt es vor Cowboys und Minenarbeitern und die örtlichen Minen sehen aus wie die Bayer-Werke in Ludwigshafen. Der Campingplatz, auf dem wir zwei Tage geblieben sind, scheint auch eher Dauercamper als Touristen zu beherbergen. Um uns herum standen nur stillgelegte Busse und Caravans. Anfangs war es hier so richtig heiß mit 35 Grad im Schatten, aber die Nächte kühl. Outback eben. Heute hat sich die Temperatur auf vielleicht 15 - 20 Grad abgekühlt und es regnet die ganze Zeit. Trotzdem haben wir einen feierlichen Moment gehabt: Heiko hat nun nämlich seine Diplomarbeit fertiggestellt - tataaa :-)
Anbei noch ein paar Fotos der letzten Tage, für uns geht es jetzt weiter Richtung Darwin und durchs Outback.
Viele Grüße,
Mareike & Heiko
(Ach ja, um die Frage von Janine zu beantworten: im Moment ist hier eigentlich Winter, d.h. im Norden Trockenzeit (viele ausgetrocknete Flussbetten) und "gemäßigte" Temperaturen, im Süden "kalt" mit ca. 12 - 15 Grad... das erklärt auch, warum hier so viele Australier aus Melbourne und Sydney gerade Urlaub machen)
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Na dann herzlichen Glückwunsch Heiko zur abgeschlossenen Diplomarbeit. Ich wünschte ich wäre auch soweit. Jetzt kannst du euren Trip erst richtig genießen
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Dann drück ich dir die Daumen das du auch eine gute Note bekommst (aber davon gehe ich doch mal stark aus).
Liebe Grüße aus dem 30°C warmen uns sonnigen München.
hallo heiko auch von mir herzlichen glückwunsch zur abgeschlossenen diplomarbeit. hoffe natürlich das es eine gute note wird aber ich denke mal schon bist ja nicht gerade dumm im kopf bist schon nen schlauer. wünsche euch noch viel spass ihr beiden
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