Dienstag, 23. November 2010

Im Tal der Giganten

Nachdem Perth schon fast zu unserer australischen Heimatstadt wurde und wir dort noch einen gewissen runden Geburtstag gefeiert haben (mein erster Geburtstag im Sommer!), sind wir inzwischen wieder in völlig neue Landschaften eingetaucht (Route). Der Südwesten ist unter anderem bekannt für seine wunderschönen (und besonders bei Surfern aufgrund der riesigen Wellen beliebten) Küsten am Indischen und Südlichen Ozean.

Am Nationalpark Cape Leeuwin – Cape Naturaliste hatten wir zwei Mal Glück und haben wieder Wale gesehen, dieses Mal sind sie sogar (extra für uns natürlich) gesprungen. Hier erstmal einige Impressionen von diesem tollen Küstenabschnitt, der sich über 100 km an der südlichen Westküste erstreckt:

(Canal Rocks)

(Ein Haus ganz nach meinem Geschmack)

(Cape Leeuwin)

Noch ein wenig spektakulärer sind allerdings die gigantischen Southern Forests, in die wir für drei Tage entschwanden. Hier wachsen riesige Eukalyptusbäume, die zum Teil über 90 Meter hoch werden (sogenannte Karri-, Jarrah- und Tingletrees). Die Wälder sind verschiedenen Nationalparks zugeordnet und an drei Stellen kann man auf einer Rundfahrt in diese eintauchen und verschiedene Besonderheiten entdecken. Drei Bäume, die zur Erspähung vonWaldbränden dienten, kann man sogar hochklettern. Gesichert sind sie mit Netzen, aber es gehört schon einiges an Mut dazu, einen Baum von 75 m Höhe zu erklimmen. Heiko war so mutig :-) Ich habe so lange unten gewartet und war extrem erleichtert, als er gesund und munter den Abstieg hinter sich gebracht hat. Vom Zugucken wurde mir jedenfalls schon schwindlig. Am nächsten Tag hat Heiko noch einen weiteren Baum erklommen und aus ca. 25 m ein Foto geschossen. Daran lässt sich die Höhe erahnen.

Am gleichen Tag haben wir noch einen kurzen Abstecher zum Point D’Entrecasteaux gemacht und herrliche Bilder vom Southern Ocean einfangen können.

Das sollte es aber noch nicht gewesen sein mit unserem Ausflug in den Wald, nächster Höhepunkt (im wahrsten Sinne des Wortes) war der Tree Top Walk im Valley of the Giants. Wie der Name schon verrät, führt eine bis zu 40 m hohe Brücke durch Baumkronen der riesigen Tingle Trees. Für höhenängstliche Personen (Namen werden nicht genannt) besteht die zusätzliche Herausforderung darin, dass die Brücke im Wind schwankt. Hier einige Impressionen:

Anschließend konnte man besonders spektakuläre Tingle Trees noch mit Hilfe eines Board Walk bestaunen. Einige sind von innen ausgebrannt und können im Hohlraum zwischen den Wurzeln locker ein Auto unterbringen.

Nach dem Ausflug in schwindlige Höhen haben wir gestern das Örtchen Denmark erreicht (tatsächlich heißt ein Ort in der Nähe auch noch Bornholm) und vorher die sehenswerten Strände am Conspicuous Cliff und Greens Pool besucht. Leider hatte es geregnet, aber beeindruckend war es trotzdem.

Ach ja, auch hier kehrt langsam Weihnachtsstimmung ein (ab und an wird man durch aufblasbare Weihnachtsmänner und Schneemänner am Straßenrand oder durch die Kaufhausdeko erinnert) und wir haben heute feierlich unseren ersten Weihnachtsmann verspeist. Dieser war typisch australisch aus Marshmellows mit Cadbury-Schokolade überzogen.

Da heute ja die Weihnachtsmärkte im kalten Deutschland eröffnen, wünschen wir allen ganz viel Spaß beim Glühweintrinken und Kräppelchenessen!!! Trinkt bitte einen Becher für uns mit!

Viele Grüße,
Mareike & Heiko

1 Kommentar:

  1. Tolle Bilder mal wieder! Aber bei so einem Marshmellow-Weihnachtsmann kann doch keine Weihnachtsstimmung aufkommen...

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