Mittwoch, 8. September 2010

Im roten Zentrum

Vor nunmehr einer Woche sind wir in Alice Springs angekommen und haben seitdem wieder viel erleben dürfen. Nachdem wir zwei Tage lang Alice Springs erkundet haben und dabei u.a. die Quelle, nach der der Ort benannt ist, gesehen haben und im Alice Springs Desert Park waren (bildet die Wüstenlandschaft in Zentralaustralien mit Flora und Fauna nach), haben wir uns auf den Weg in die West MacDonnell Ranges gemacht. Die MacDonnell Ranges liegen westlich und östlich von Alice Springs und ziehen sich ca. 300 km in die Länge. Wir haben den westlichen Teil besucht und waren wirklich beeindruckt. Der Highway ist bis dorthin geteert und man kann an einigen Stellen in das Gebirge hineinfahren, um verschiedene Schluchten und spektakuläre Aussichten zu sehen. Übernachtet haben wir schließlich an einem Nationalpark-Campingplatz am Ormiston Gorge, der sogar über warme Duschen verfügt. Auch dort konnte man die Gegend wieder mit einem Rundwanderweg erkunden, allerdings war dieser kurz vorm Ende überflutet, so dass wir durch das eiskalte Wasser hätten schwimmen müssen. Da wir vorher gewarnt wurden, sind wir nur bis zum Aussichtspunkt gewandert, der allerdings auch schon sehr beeindruckend war.

Von den MacDonnell Ranges aus sind wir für einen Tag wieder nach Alice Springs zurückgekehrt, um uns dann schließlich Richtung Uluru aufzumachen. Da sich der Weg ziemlich gezogen hat und um den Uluru keine kostenfreien Übernachtungsmöglichkeiten für Camper zu finden sind, haben wir wieder auf einer Rest Area übernachtet. Kurz nach unserer Ankunft wurden wir auch schon von zwei wilden Kamelen begrüßt. Manch einer mag sich wundern, warum es hier Kamele gibt, aber diese wurden zum Eisenbahnbau hier benötigt und leben seitdem im Outback.

Am nächsten Morgen hat bereits um 5 Uhr der Wecker geklingelt, weil wir uns den Sonnenaufgang am Uluru nicht entgehen lassen wollten. Zuerst einmal hieß es, pro Person 25 Dollar für den Uluru-Kata Tjuta-Nationalpark Eintritt zu zahlen. Bei 500.000 Besuchern im Jahr kann man sich ja die Einnahmen ausrechnen ;-)

Der Sonnenaufgang war sehr beeindruckend, vor allem, weil wir den Felsen endlich einmal aus der Nähe sehen konnten, aber dank einigen Reisebussen und Touristengruppen wurde die Stimmung doch etwas geschmälert. Wir haben anschließend den Uluru noch einmal mit dem Auto umrundet, sind an einigen imposanten Stellen ausgestiegen und haben auch Stopp an der Stelle gemacht, wo man auf den Berg hinaufklettern kann. Das haben wir uns allerdings gespart, da dies 1. von den Aborigines nicht gewünscht ist, weil der Berg für sie heilig ist und 2. sah das Ganze ziemlich gefährlich aus, weil extrem steil (siehe Foto) und zur Sicherung nur ein Handgeländer installiert ist. 32 Menschen sind hier wohl schon ums Leben gekommen. Zahlreiche Touristen haben sich jedoch nicht davon abhalten lassen.

Wir haben schließlich unsere Tour im Uluru-Kata Tjuta-Nationalpark fortgesetzt und sind zu den 50 km entfernten Olgas (in Aborigine-Sprache „Kata Tjuta“ = viele Köpfe) gefahren, die nicht minder beeindruckend als der Ayers Rock waren. Die Olgas sind übrigens das andere Ende vom Uluru, der sich unterirdisch fortsetzt. Hier haben wir eine 7,6 km lange Wanderung durch das „Valley of the Winds“ unternommen, die – zum Teil recht beschwerlich – mitten durch die Olgas führt und beeindruckende Ausblicke bietet.

Schließlich war es dann wieder an der Zeit, zum Uluru zurück zu kehren, um dort den Sonnenuntergang zu erleben. Der war um einiges spektakulärer als der Sonnenaufgang, da der Felsen in der Abendsonne tatsächlich so rostrot leuchtet, wie man es von Bildern kennt. Somit haben wir mehr als 12 unvergessliche Stunden im Uluru-Kata Tjuta-Nationalpark verbracht und sind nach einer kurzen Rücktour zur Rest Area hundemüde ins Bett gefallen.

Quelle "Alice Springs"

dösendes Känguruh

Eindrücke von den West MacDonnells:



Glen Helen Gorge

Simpsons Gap

Ormiston Gorge

Ochre Pits (dient den Aborigines zur Farbmischung)

Eindrücke vom Uluru:



Eindrücke von den Olgas:


3 Kommentare:

  1. hallo mareike und heiko,
    es sind wunderschöne fotos geworden. hoffe euch geht es gut. wünsche euch noch viel spass auch beim erleben von neuen dingen. liebe grüße aus dem kalten deutschland

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  2. wow...ich bin drin :-) na, endlich.
    kann mich nur anschließen, traumhafte Bilder und ihr erlebt alles in echt! genießt das!

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