Sonntag, 24. Oktober 2010

Von Haien und Delfinen

Nach unseren ersten Schnorchelerfahrungen haben wir uns aus Exmouth verabschiedet und den Weg in den Süden weiter fortgesetzt (Route). Den nächsten längeren Stopp haben wir in Carnavon eingelegt und sind vier Tage dort geblieben. Carnavon ist vor allem für seine zahlreichen Obst- und Gemüseplantagen bekannt, bietet aber auch Zugang zum südlichen Ausläufer des Ningaloo Reef und zwar am so genannten Point Quobba, ca. 60 cm nördlich von Carnavon. Dies haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen, da wir ja nicht wissen, ob wir hier noch einmal die Gelegenheit zum Schnorcheln haben. Meer und Strand haben sich abermals als traumhaft erwiesen: türkisfarbenes Wasser und weißer Sand. Die Korallen waren um einiges sehenswerter als an den vorherigen Schnorchelorten und auch die Fische bunter und zahlreicher. Einen spektakulären Anblick boten auch die so genannten Blowholes ganz in der Nähe. An der dortigen zerklüfteten Steilküste wird das Wasser durch Löcher im Boden nach oben gedrückt und bildet Fontänen.

Hier einige Fotos von Point Quobba und den Blowholes:

Unser nächstes Ziel war die Shark Bay, ein Küstenabschnitt, der sogar zum Welterbe erklärt wurde. Hier gab es vieles zu entdecken und unser erster Weg führte zu den Stromatoliden. Diese sehen im seichten Wasser aus wie braune Steine, sind aber schon tausende Jahre alt und verwandt mit Mikroben, die vor einigen Millionen Jahren für die Bildung der Erdmatmosphäre verantwortlich waren. Da die Stromatoliden sehr empfindlich sind, wurde ein Steg gebaut, um sie anzusehen zu können.

Wirklich wunderschön war schließlich der Shell Beach, der aus Millionen von kleinen Muscheln besteht.

Nach einer Nacht auf dem Campingplatz hieß es am nächsten Morgen, sehr früh aufzustehen und nach Monkey Mia zu fahren, wo die bekannteste Attraktion der Shark Bay zu sehen ist. Hier kommen (seit den 60ern Jahren) jeden Morgen mehrere Delfine zur Fütterung an den Strand und wir bekamen die Gelegenheit, diese aus nächster Nähe zu sehen. Einige Touristen wurden ausgewählt, die Delfine mit Fischen zu füttern, Streicheln war nicht erlaubt. Zwischenzeitlich waren 13 Delfine am Strand, sehr beeindruckend!

Am Strand vergnügten sich außerdem Pelikane, die natürlich auch was vom Fisch abbekommen wollten und sehr geduldig als Fotomodelle zur Verfügung standen.

Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Eagle Bluff, einem Punkt hoch über dem Meer, wo all die Tiere, die in der Shark Bay vorkommen, regelmäßig zu sehen sein sollen, u.a. auch Haie, die dem Gebiet ihren Namen gegeben haben. Wir haben immerhin in weiter Entfernung einen Mantarochen und riesige Fischschwärme gesehen.

Nun befinden wir uns in Geraldton, einem sehr schicken Urlaubsort mit 20.000 Einwohnern und vielen hübschen Villen. Die Sonne scheint wieder rund um die Uhr, aber die starke Meeresbrise sorgt für Abkühlung. Auf dem Weg hierhin haben wir noch einen Abstecher in den Kalbarri Nationalpark gemacht und einige tolle Eindrücke sammeln können:


Viele liebe Grüße von Mareike & Heiko

3 Kommentare:

  1. Ahhhh traumhaft...und wie braun ihr seid...NEID ;) Viel Spaß in Perth bei den "Großstädtern"!!

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  2. ...Genau .... ohne den ersten Kommentar gelesen zu haben: Wahnsinn wie braun ihr seid... Da braucht ihr doch fast gar keine Sonnen-Creme mehr, oder?

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  3. @ Jane: Naja, sicher ist sicher... die Sonne ist hier um einiges intensiver als bei uns :-)

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