Die Bezeichnung „Kakadu“ stammt übrigens nicht vom Vogel Kakadu (den sieht man hier zwar sehr oft, sowohl weiße als auch schwarze Kakadus, und im Englischen heißt er Cockatoo), sondern von „Gagudju“, einer Sprache der Aborigines.
Wir waren jedenfalls sehr gespannt, ob wir danach sagen „Kaka-DO“ oder „Kaka-DON’T“. Den ersten Tag hier haben wir nur zur Anreise genutzt, die sich von Darwin aus ganz schön gezogen hat, um schließlich auf einem sehr einfachen Campingplatz für 10 $ zu übernachten. Im Nachhinein haben wir uns ganz schön geärgert, weil offensichtlich keiner außer uns das Geld bezahlt hat und wir ja immerhin schon Eintrittskarten von 25 Dollar pro Person gekauft haben. Die Dame, die uns diese ausgestellt hat, meinte noch, wir würden auf jeden Fall kontrolliert werden, aber nix dergleichen. Nach einer warmen, aber dank neu erworbenem Moskitonetz mückenfreien Nacht sind wir nach/zu Ubirr gefahren, einigen Sandsteinformationen mit zum Teil 5000 Jahre alten Höhlenmalereien der Aborigines und einem Lookout über die riesigen Floodplains (übersetzt in etwa Sumpfgebiet). Der Kakadu hat diverse Vegetationszonen, neben den Floodplains u.a. Savannen und Regenwald.
Von Ubirr aus sind wir noch ein Stück südlich zum Alligator River gefahren, um dort einen der zahlreichen Walking Tracks zu wandern. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass dort in der Nähe eine Stelle ist, wo man ziemlich sicher Krokodile zu Gesicht bekommt, wir haben aber leider kein einziges gesehen.
Nach unserer Wanderrunde ging es weiter nach Nourlangie, auch hier gab es wieder einen Lookout (über das Arnhem Land Escarpment, einer 30 bis 300 m hohen Felserhebung, die den Kakadu umgibt und früher mal die Küste eines Meeres war) und einen kleinen Rundweg zu zahlreichen Malereien und einer Höhe, die den Aborigines als Unterschlupf gedient hat. Heiko hat hier seinen neuen Spitznamen „Mr. Moscito-Bites“ wegbekommen, weil eine Frau so erstaunt war über seine zahlreichen Mückenstiche (an dem einen Bein haben wir bei 60 mit Zählen aufgehört), dass sie ihn ihren Kindern als Negativ-Beispiel gezeigt hat J An dem Tag war es – wie eigentlich die ganze Zeit – so warm, dass wir nach dem Besuch von Nourlangie gen Zeltplatz gefahren sind und uns nur noch auf eine Dusche gefreut haben. Am Abend haben wir noch die Gelegenheit genutzt, und eine vom Ranger angebotene Slideshow über die ehemaligen Büffelvorkommen im Kakadu angeschaut.
Der nächste und letzte Tag im Nationalpark verlief leider nicht ganz so spektakulär und erfreulich. Zuerst haben wir einen Abstecher zum Yellow Water gemacht, wo der Mary River durch die Floodplains fließt und eine wirklich tolle Landschaft bietet. Auch hier wieder ein Billabong mit Krokodilen, auch diese wieder nicht sichtbar für uns. Außer dieser Ecke war für uns im südlichen Bereich des Kakadus leider nichts mehr anzusehen, da eine Vielzahl an sehenswerten Ecken nur mit einem Allradwagen zu befahren ist… zum Teil zwar für Zweiradantrieb ausgelegt, aber diese Holperpisten wollten wir unserem Chubby nicht zumuten. Unser Fazit lautet also zwar nicht "Kakadon't", aber "Kakadu am besten mit 4-Wheel-Drive, Hubschrauber oder Touranbieter.
Nach dieser Enttäuschung sind wir nun nach Katherine zurückgefahren, was den Ausgangspunkt für unsere Weiterreise nach Westaustralien bildet. Auch hier noch ca. 38 Grad (25 – 28 Grad in der Nacht!), aber es kommt noch besser. An der Westküste peilen wir als nächsten größeren Ort Broome an, da sind für die nächsten Wochen zum Teil über 40 Grad vorhergesagt. Wir dachten eigentlich, noch wärmer könne es nicht werden.
Viele Grüße aus dem australischen Spätwinter (hier werden im Supermarkt gleichzeitig "Frühlingsblumen" und Weihnachtsartikel verkauft),
Mareike & Heiko
Ubirr:


Felsenmalereien und Strafandrohung:









Hach, diese Temperaturen könnten wir im verregneten Deutschland auch mal gut gebrauchen. Viel Spaß beim erkunden des Westens!!
AntwortenLöschenhallo ihr 2.ja dann chickt uns ma sonne bei uns is es sehr kalt gerade mal 10 grad.ich hoffe das ihr mal noch ein kroko seht und diesen fotografiert würde schon mal gerne einen sehen. dann viel spass euch noch.
AntwortenLöschenNa das wird dann mal ein etwas anderes Weihnachten...
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