Von Broome war unser nächstes Ziel der Karijini-Nationalpark. Dieser gilt als einer der schönsten Nationalparks Westaustralien und liegt wieder einige hundert Kilometer abseits der Küste. Lange Entfernungen sind wir ja nunmehr gewohnt und ersetzen den mangelnden Radioempfang durch Musik aus dem Laptop, wahlweise können dies auch die Flippers sein oder die Charts der 70er Jahre (inkl. Lachanfällen natürlich). In Karijini merkte man recht schnell die weite Entfernung vom Meer, die Temperaturen stiegen an und die Anzahl der Fliegen und Mücken ebenfalls. Interessant war auch die Anzahl der Kakerlaken beim nächtlichen Toilettengang. Leider konnten wir wieder einige sehenswerte Orte nicht anfahren, weil die Pisten zu holprig sind, aber schöne Eindrücke haben wir dennoch gesammelt:

Der Karijini-Nationalpark liegt innerhalb der Pilbara, einem eher unspektakulären Landschaftsstrich, der aber über unzählige Eisenerzvorkommen verfügt. Daher fuhren wir auf unserer Tour an so einigen Minen vorbei. Eine Nacht verbrachten wir im 4000-Einwohner-Ort Tom Price, der wohl nur aufgrund der Nähe zur sogenannten Rio Tinto-Mine existiert. Laut Wikipedia liegt das Durchschnittsalter der Einwohner hier unter 30 Jahren und das Einkommen über dem australischen Durchschnitt. Arbeit in der Eisenerzmine muss demnach gut bezahlt sein, wenn man dafür eine derartige Abgeschiedenheit in Kauf nimmt. Dies ist der Blick auf Tom Price:
Nach unserem Ausflug in die Einöde (tatsächlich kamen uns auf einer Landstraße auf einer Strecke von vielleicht 300 km höchstens 10 Autos entgegen) befinden wir uns nun wieder an der Westküste im Örtchen Exmouth, das den touristischen Ausgangsort zum Cape Range Nationalpark und der Coral Coast bildet. Es ist außerdem bekannt für seine Emus, diese laufen sogar auf den Straßen herum.
Die Coral Coast wurde so benannt, weil sich vor ihr das Ningaloo Reef befindet, das zweitgrößte Korallenriff Australiens nach dem Great Barrier Reef. Hier haben wir nun endlich die Gelegenheit genutzt, uns Schnorchelausrüstung zugelegt und sind auf Schnorchel-Tour gegangen. Der große Vorteil gegenüber dem Great Barrier Reef ist, dass sich die Korallen teilweise nur 30 m vom Strand entfernt befinden, so dass man keine Bootstour buchen muss. So konnten wir gestern unseren ersten Schnorchelgang an der Turquoise Bay (der Name ist Programm) durchführen. Irgendwie hatten wir uns buntere Korallen erwartet, aber eindrucksvoll war es trotzdem, nach Anfangsproblemen wie einigem geschluckten Salzwasser, zwischen Korallenstämmen, Seegurken, Seesternen und bunten, teilweise recht großen Fischen zu schwimmen. Einmal ist uns sogar eine Meeresschildkröte begegnet. Die sieht man hier im Moment übrigens recht häufig, da sie die Küste zur Paarung und Eiablage nutzen. Eine Unterwasserkamera hatten wir zwar nicht dabei, aber die Impressionen von Strand und Wasser lassen einige bestimmt neidisch werden – wenn man die momentanen Temperaturen in Deutschland bedenkt ;-)
Hier die zuletzt zurückgelegte Route.
Bis bald und viele Grüße aus der Sonne,
Mareike & Heiko
















Ja tatsächlich wird man tierisch neidisch, wenn man die tollen Foto`s sieht. Am liebsten würde ich direkt einen Flug buchen, aber Diplomarbeit schreiben, für eine Prüfung lernen, Arbeiten gehen und Bewerbungen schreiben sind natürlich auch ein toller Ersatz ;-)
AntwortenLöschenLasst es euch weiterhin gut gehen. Und ich bin schon auf eure nächsten Jobs gespannt.
Liebe Grüße aus München
Nachdem ich nun auch mal eine Woche frei hatte, konnte ich etwas entspannt Eurer Route folgen. Schöne Strände, schöne Gegenden. Freue mich für Euch, dass Ihr soviel erlebt. Ich habe in den Nachrichten gehört, dass Teile der Ostküste überschwemmt sind. Wie sieht es im Westen aus? Musste Euer Van schon mal zur Reparatur? Drücke weiterhin die Daumen für neue Jobs und das alles i.O. bleibt. Ma
AntwortenLöschenZur Reparatur mussten wir zum Glück noch nicht *aufholzklopf*, nur zum Service. Von Verschwemmungen sind wir auch verschont geblieben, aber wir sind ja vor der Regenzeit geflüchtet :-)
AntwortenLöschen